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	<title>Freiburger Thesen Comments</title>
	<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com</link>
	<description>Liberalismus ist Fortschritt durch Vernunft</description>
	<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 19:21:47 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>by: NUB</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-193</link>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 11:16:07 +0100</pubDate>
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					<description>Übrigens konntest Du in einem anderen Fall von &quot;Rechts&quot; die Kräfteverhältnisse auch sehen, als Herre nämlich 2005  eine Pro-Bush-Demo als Gegengewicht zu den Anti-Bush-Demos anlässlich des Bush-Besuchs in Deutschland organisierte. Wieviele Leute kamen? 20? Wow! Was für eine gesellschaftliche Bedeutung! Nee, man kann so alles Mögliche groß reden. Aber weil ein Kamerateam dabei ist, wenn die Pfadfinder einer Oma über die Straße helfen, ist das auch noch keine Jugendbewegung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Übrigens konntest Du in einem anderen Fall von &#8220;Rechts&#8221; die Kräfteverhältnisse auch sehen, als Herre nämlich 2005  eine Pro-Bush-Demo als Gegengewicht zu den Anti-Bush-Demos anlässlich des Bush-Besuchs in Deutschland organisierte. Wieviele Leute kamen? 20? Wow! Was für eine gesellschaftliche Bedeutung! Nee, man kann so alles Mögliche groß reden. Aber weil ein Kamerateam dabei ist, wenn die Pfadfinder einer Oma über die Straße helfen, ist das auch noch keine Jugendbewegung.
</p>
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	<item>
		<title>by: NUB</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-192</link>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 11:06:53 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-192</guid>
					<description>&lt;i&gt;Was für eine Mist. Und nun lässt man Georgien das Spiel der verfolgenden Unschuld spielen. Nochmal: Mist. Man lässt zu,l dass die öffentliche Darstellung des Konfliktes im Wesentlichen von Polit-PR-Agenturen bestimmt wird. MIst. Mist. Mist.&lt;/i&gt;

Ja, in dem Punkt hast Du durchaus Recht, wobei ich das jetzt weniger dem Ramon Schack in die Schuhe schieben würde, da sind die Nachrichtenagenturen und andere Abschreiber im Visier. Selber recherchieren macht eben oft mehr Mühe. Und ist in dem Fall auch sehr gefährlich. Nicht zuletzt weil u.U. beide Seiten im Konflikt auf Menschenrechte einen Haufen machen, wenn das Bild stimmt, das wir mittlerweile haben. Das heißt, ein Journalist, der seine Nase an der falschen Stelle reinsteckt, bekommt evtl. mal eine Kugel ab.

&lt;i&gt;Es ist aber im Kern der Ausdruck eines Vereinseitigungsproblems, das m.E. den meisten Rechtslibertären nicht fremd sein sollte. Ich sage nur: Irak-Krieg, Folter, Guantanamo: Wie schräg waren da die ersten Einschätzungen!&lt;/i&gt;

&lt;i&gt;Verglichen damit waren die Einschätzungen der (Restbestände der) Friedensbewegung erschreckend realistisch, wenngleich der allgemeine Ton und die einseitige Ursachenanalyse (kurz: “USA böse”) meines Erachtens ziemlich untauglich sind.&lt;/i&gt;

Ich hatte ja oben noch angefügt, dass zu meinem Begriff von &quot;Friedensbewegung&quot; durchaus die hunderttausenden (insgesamt Mio. ) Menschen gehören, die gegen den Irakkrieg und gegen Bush demonstrierten, weltweit. Die antiquierte Verkürzung auf Nachrüstungsverweigerer ist da wohl nicht angebracht.

&lt;i&gt;Zu: “10 Euro für den irakischen Widerstand“:
So ein übergeschnappter Blödsinn kann doch nicht ernsthaft mit “der” Friedensbewegung assoziiert werden. Also wirklich: Das geht garnicht.&lt;/i&gt;

&lt;i&gt;Leider - und fast schon traditionell - werden kleine Antikriegsgruppen immer wieder durch marxistische Grüppchen und Sektierer unterwandert. Aber wie politische totalverdreht, pardon, muss man sein, umd derartige, sehr unerfreuliche Erscheinungen “der” Friedensbewegung zuzuordnen?&lt;/i&gt;

Es gibt ja gerade nicht &lt;i&gt;die&lt;/i&gt; Friedensbewegung und eine Presse- und PR-Abteilung unterhält sie auch nicht. Im Prinzip hast Du das ja herausgearbeitet. Demnach ist es selbstredend falsch, allen Friedensbewegten (ich rede immer noch über die aktuellen Leute) pauschal Antiamerikanismus, Antisemitismus, Terroristenbewunderung u.s.w. zu unterstellen. Dies ist tatsächlich auch nur Verächtlichmachung und Pauschalisierung und daher im Kern nicht besser als manche Verachtung, die allen Amerikanern und den USA insgesamt entgegen gebracht wird. Das heißt aber nicht, dass die Vorwürfe auf manche in dieser Friedensbewegung nicht doch zutreffen. Eine Abgrenzung gegenüber solchen 10-EURO-für-den-irakischen-Widerstand-Spinnern ist schwierig, wenn man nicht zentral organisiert ist und erst mal alles mitnimmt, was irgendwie auf der gleichen Seite steht. 

Das ist auch genau das Problem bei den Rechtslibertären, bei denen eine fehlende Abgrenzung zu ganz rechts vorliegt. Aber hier ist die Bedeutungslosigkeit noch viel dramatischer als die mit dem Hinweis auf die Nichtdominanz innerhalb der FDP einräumst. Es würde mich wundern, wenn Du 100 Leute zusammenkriegen würdest, z.B. so als Wetten-dass-Wette, die man wirklich als Vertreter des Rechtslibertarismus sehen könnte. 

Sicherlich finden sich Elemente daraus in der FDP, im bürgerlichen Spektrum allgemein, die besonders radikalen Kräfte sind da aber mehr noch als eine Sekte völlig marginalisiert. Jedenfalls bekämst Du nicht wie bei den Anti-Bush-Demos hunderttausende Leute mobilisiert, die für sowas wie Rechtslibertarismus auf die Straße gingen. Du suggerierst da schon so ein bisschen eine gesellschaftliche Bedeutung hinein und spielst die gesellschaftliche Bedeutung linker Einflüsse etwas herunter, finde ich.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p><i>Was für eine Mist. Und nun lässt man Georgien das Spiel der verfolgenden Unschuld spielen. Nochmal: Mist. Man lässt zu,l dass die öffentliche Darstellung des Konfliktes im Wesentlichen von Polit-PR-Agenturen bestimmt wird. MIst. Mist. Mist.</i></p>
	<p>Ja, in dem Punkt hast Du durchaus Recht, wobei ich das jetzt weniger dem Ramon Schack in die Schuhe schieben würde, da sind die Nachrichtenagenturen und andere Abschreiber im Visier. Selber recherchieren macht eben oft mehr Mühe. Und ist in dem Fall auch sehr gefährlich. Nicht zuletzt weil u.U. beide Seiten im Konflikt auf Menschenrechte einen Haufen machen, wenn das Bild stimmt, das wir mittlerweile haben. Das heißt, ein Journalist, der seine Nase an der falschen Stelle reinsteckt, bekommt evtl. mal eine Kugel ab.</p>
	<p><i>Es ist aber im Kern der Ausdruck eines Vereinseitigungsproblems, das m.E. den meisten Rechtslibertären nicht fremd sein sollte. Ich sage nur: Irak-Krieg, Folter, Guantanamo: Wie schräg waren da die ersten Einschätzungen!</i></p>
	<p><i>Verglichen damit waren die Einschätzungen der (Restbestände der) Friedensbewegung erschreckend realistisch, wenngleich der allgemeine Ton und die einseitige Ursachenanalyse (kurz: “USA böse”) meines Erachtens ziemlich untauglich sind.</i></p>
	<p>Ich hatte ja oben noch angefügt, dass zu meinem Begriff von &#8220;Friedensbewegung&#8221; durchaus die hunderttausenden (insgesamt Mio. ) Menschen gehören, die gegen den Irakkrieg und gegen Bush demonstrierten, weltweit. Die antiquierte Verkürzung auf Nachrüstungsverweigerer ist da wohl nicht angebracht.</p>
	<p><i>Zu: “10 Euro für den irakischen Widerstand“:<br />
So ein übergeschnappter Blödsinn kann doch nicht ernsthaft mit “der” Friedensbewegung assoziiert werden. Also wirklich: Das geht garnicht.</i></p>
	<p><i>Leider - und fast schon traditionell - werden kleine Antikriegsgruppen immer wieder durch marxistische Grüppchen und Sektierer unterwandert. Aber wie politische totalverdreht, pardon, muss man sein, umd derartige, sehr unerfreuliche Erscheinungen “der” Friedensbewegung zuzuordnen?</i></p>
	<p>Es gibt ja gerade nicht <i>die</i> Friedensbewegung und eine Presse- und PR-Abteilung unterhält sie auch nicht. Im Prinzip hast Du das ja herausgearbeitet. Demnach ist es selbstredend falsch, allen Friedensbewegten (ich rede immer noch über die aktuellen Leute) pauschal Antiamerikanismus, Antisemitismus, Terroristenbewunderung u.s.w. zu unterstellen. Dies ist tatsächlich auch nur Verächtlichmachung und Pauschalisierung und daher im Kern nicht besser als manche Verachtung, die allen Amerikanern und den USA insgesamt entgegen gebracht wird. Das heißt aber nicht, dass die Vorwürfe auf manche in dieser Friedensbewegung nicht doch zutreffen. Eine Abgrenzung gegenüber solchen 10-EURO-für-den-irakischen-Widerstand-Spinnern ist schwierig, wenn man nicht zentral organisiert ist und erst mal alles mitnimmt, was irgendwie auf der gleichen Seite steht. </p>
	<p>Das ist auch genau das Problem bei den Rechtslibertären, bei denen eine fehlende Abgrenzung zu ganz rechts vorliegt. Aber hier ist die Bedeutungslosigkeit noch viel dramatischer als die mit dem Hinweis auf die Nichtdominanz innerhalb der FDP einräumst. Es würde mich wundern, wenn Du 100 Leute zusammenkriegen würdest, z.B. so als Wetten-dass-Wette, die man wirklich als Vertreter des Rechtslibertarismus sehen könnte. </p>
	<p>Sicherlich finden sich Elemente daraus in der FDP, im bürgerlichen Spektrum allgemein, die besonders radikalen Kräfte sind da aber mehr noch als eine Sekte völlig marginalisiert. Jedenfalls bekämst Du nicht wie bei den Anti-Bush-Demos hunderttausende Leute mobilisiert, die für sowas wie Rechtslibertarismus auf die Straße gingen. Du suggerierst da schon so ein bisschen eine gesellschaftliche Bedeutung hinein und spielst die gesellschaftliche Bedeutung linker Einflüsse etwas herunter, finde ich.
</p>
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				</item>
	<item>
		<title>by: John Dean</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-191</link>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 10:28:37 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-191</guid>
					<description>@ NUB

Man kann, m.E. nicht in der Form wie Naumann, durchaus der Meinung sein, dass Georgien in einen Konflikt hinein getrieben wurde. Nur: Die eigentliche Besonderheit ist meiner Meinung nach der von Georgien unternommene (und gescheiterte) Blitzkrieg gegen Südossetien.

Im Spiegel hat ein georgischer Minister sogar zugegeben (mit seiner 3-Zimmer-Theorie), dass das Kriegsziel Georgiens in der ethnischen Säuberung Südossetiens bestanden hat.

Sowas ist mit Sicherheit nicht &quot;Falle&quot; - sondern Dummheit, in einer brutalen Form. Der Westen, wo er mit Georgien zusammen gearbeitet hat, hat sich hier auch allerhand Vorwürfe zu machen, z.B. dahingehend, dass er die georgische Regierung  nicht zu einem rationalerem und vor allem: humaneren Verhalten angehalten hat.

Die Eskalation der Ereighisse &lt;i&gt;einzig&lt;/i&gt; auf die russische Seite (bzw. auf die Seite in der Tat durchgeknallter südossetischer Nationalisten) zu schieben, ist nicht so ganz realistisch. Dieser Konflikt hat seine eigene Logik - und Naumann hat diese offenkundig nicht begriffen. Wenn er das Verhalten aller Konfliktparteien (nicht nur der südossetischen Nationalisten und Russland-Satelliten) genau studiert hätte, dann müsste er wissen, dass seine &lt;b&gt;kaukasische Dolchstoßlegende&lt;/b&gt; &lt;i&gt;sehr&lt;/i&gt; wenig mit den realen Vrogängen zu tun hat. 

Er verkennt zudem, in typisch großkotziger NATO-Haltung, dass die großen Strategiefragen (Einflussphären, ökonomische Interessen, langfristige Kalküle der Beteiligten u.ä.) eine eher untergeordnete (!) Rolle bei der Analyse des Konfliktes spielen. Manchmal sind die Dinge nämlich ziemlich unstrategisch: Beispielsweise, wenn südossetische Banditenbanden georgische Bauernhöfe in Südossetien beschießen - und Georgien (dessen Regierung keineswegs &quot;demokratisch&quot; oder westllch reagiert) jegliche Bereitschaft zur Vermittlung und Konfliktmoderation vermissen ließ. 

Weder &quot;der Westen&quot; noch Russland konnten an &lt;i&gt;diesen&lt;/i&gt;, im Wesentlichen von Völkerhass, Banditentum und Nationalismus bestimmten Ereignissen ein Interesse haben. 

Der Blickwinkel von Naumann ist leider militaristisch, NATO-strategisch und hier: für analytische Zwecke ungeeignet. Er bekommt die Dynamik des Konflkites nicht einmal im Ansatz zu packen. So meint er - völlig zu Unrecht - dass der südossetishe Satelit zu verstehen wäre entsprechend der alten Satelliten des alten Sowjetimperiums.

Weit gefehlt!

Das südossetische Gangsterregime mag zwar - teilweise - den Interessen Moskaus (vermeintlich) nützen, aber es ist nur &lt;i&gt;zum Teil&lt;/i&gt; von Moskau gesteuert. Anders gesagt, erstens, die südossetische &quot;Regierung&quot; macht jede Menge Mist auf eigene Kappe und auch gegen den Wunsch von Moskau (am Spätabend des 7.8. und in der Nacht von Do zu Fr gingen sie z.B. nicht ans Telefon, weil sie von ihrem &quot;Befreiuungskampf&quot; völlig besoffen waren), zweitens, der Durchgriff des südossetischen Gangsterregimes auf die eigenen Freischärler und Paramilitärs ist ebenfalls begrenzt.

So: Und dann kommt der Naumann und will diese Abläufe mit seiner NATO-Brille analysieren. Nein, danke - daran kann ich nicht viel finden. Und sein auf langfristige Kooperation mit Moskau gerichtetes Schlusswort mag man vernünftig finden - oder (auch eine Variante) als Ausdruck des Anbiederns.

Es ändert ja nicht viel daran, dass Naumann von diesem Konflikt wenig versteht. Er verbreitet diesen von einer US-PR-Agentur (Aspect Consulting) in Auftrag gegebenen Dolchstoß-Legenden-Quark.

NUB, ich wüsste jede Menge Gründe, um das Verhalten des russischen Militärs zu kritisieren - aber ich kann mit Naumanns Pseudo-Analyse einfach nichts anfangen. Und mit Schacks Ansichten zum Kaukasuskonflikt schon garnicht.

Bei Naumann ist das in etwa so, also ob ein von Klassik-Musik geprägter Musikwissenschaftler Techno und Darkwäve erklärt. Es fehlt hier wie dort das begriffliche und analytische Instrumentarium. Die NATO-strategische Hubschrauber-Perspektive des Kaukasus-Konfliktes liefert im Wesentlichen nur Schein-Erkenntnisse, und schlimmer noch, sie wiederholt im Grunde genommen nur die Vorurteile, die es schon vorher in großen Umfang gab.

Der Konflikt hat auch folgendes erwiesen (in meinen Augen): Die NATO muss sich reformieren. Derart ausgeprägte Blindheit, zusammen mit der Neigung zu verbalen (und tatsächlichem!) Säbelrasseln halte ich sogar für eine Gefahr für die internationale Sicherheit.

NUB, zu deinem:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Ich traue sowas beiden Seiten zu. Das geht schnell, wenn sich der Hass entlädt.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Ja, eben. Genau das ist mein Punkt. 

Die Rolle der Russen ist vor diesem Hintergrund keine glanzvolle, sondern in eihem unangenehm weiten Umfang eine duldende. Und das vereint die Russen dann leider mit &quot;dem Westen&quot;, besonders mit Großbritannien und den USA, welche im Sicherheitsrat am 8.8. eine Einstellung der militärishen Feindseligkeiten (in Erwartung eines georgischen Sieges) &lt;b&gt;abgelehnt&lt;/b&gt; (!) haben.

Was für eine Mist. Und nun lässt man Georgien das Spiel der verfolgenden Unschuld spielen. Nochmal: Mist. Man lässt zu,l dass die öffentliche Darstellung des Konfliktes im Wesentlichen von Polit-PR-Agenturen bestimmt wird. MIst. Mist. Mist.

Ich sehe nicht, dass &quot;der Westen&quot; in irgendeiner Weise löblicher als Russland agiert.

@ &quot;Demoliste&quot;

Ja, und? Natürlich richtet sich die Friedensbewegung (in ihren Restbeständen...) v.a. gegen den Militarismus auf der eigenen Seite. Natürlich wird die militaristische Politik der USA der letzten Jahre besonders kritisch gesehen.

Vielleicht ist es sogar so, dass diese Haltung berechtigt ist.

Und natürlich versammeln sich (zumal in derartig hochkondensierten Restbeständen einer stark geschrumpften Bewegung) hier auch politische Kräfte und Akteure, welche außen- und verteidigungspolitische Fragestellungen allzu einseitig sehen, allzu sehr z.B. die Außenpolitik der USA mit den USA selbst verwechseln.

Das gibt es ja auch - spiegelbildlich und geradezu umgekehrt - bei vielen Rechtslibertären: Dass die Militärpolitik der USA von Vorurteilen geprägt einseitig für &quot;gut&quot; gehalten wird - in diesem Fall deshalb, weil man das ökonomische und von Demokratie geprägte System der USA sehr stark befürwortet und als eine Art Musterfolie für die ganze Welt begreift.

Stets ist es der eingenommene Blickwinkel (je extremer und schmaler, umso schlimmer), der die Wahrnehmung bestimmt. Wenn in einem übergeschnappten Ton wegen einer demonstrationsrechtlichen Entscheidung von &quot;&lt;i&gt;politischen Erfüllungsgehilfen der völkerrechtswidrigen Kriegsplanung des US-Militärs (...)&lt;/i&gt; die Rede ist, dann ist das schon etwas abstoßend.

Es ist aber im Kern der Ausdruck eines Vereinseitigungsproblems, das m.E. den meisten Rechtslibertären nicht fremd sein sollte. Ich sage nur: Irak-Krieg, Folter, Guantanamo: Wie schräg waren da die ersten Einschätzungen! 

Verglichen damit waren die Einschätzungen der (Restbestände der) Friedensbewegung &lt;i&gt;erschreckend realistisch&lt;/i&gt;, wenngleich der allgemeine Ton und die einseitige Ursachenanalyse (kurz: &quot;USA böse&quot;) meines Erachtens ziemlich untauglich sind.

Zu: &quot;&lt;i&gt;10 Euro für den irakischen Widerstand&lt;/i&gt;&quot;: 
So ein übergeschnappter Blödsinn kann doch nicht ernsthaft mit &quot;der&quot; Friedensbewegung assoziiert werden. Also wirklich: Das geht garnicht.

Leider - und fast schon traditionell - werden kleine Antikriegsgruppen immer wieder durch marxistische Grüppchen und Sektierer unterwandert. Aber wie politische totalverdreht, pardon, muss man sein, umd derartige, sehr unerfreuliche Erscheinungen &quot;der&quot; Friedensbewegung zuzuordnen?

Dann kann man ja genauso sagen, dass die (geringenen)teils ins Rechtsextremistische abrutschenden Eifrei-Extremisten für &quot;die FDP&quot; stehen. Nein, sorry: Sowas geht nicht. Man kann im Umfeld kleiner politischer Gruppen immer wieder sehr erstaunliche und auch: scheußliche Beobachtungen vornehmen.

Nur erhält man damit kein Bild.
&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Ebenso wäre es Russland Recht, wenn sich die Möglichkeit ergäbe, mittelfristig eine andere Regierung in Georgien durchzusetzen, zumindest den Sakaschwili loszuwerden und dadurch vielleicht eine politische Kontrollmöglichkeit über die Pipeline zu etablieren.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Tja: Wenn das so wäre, dann hätte Russland offenbar nicht die geringste Ahnung davon, wie die Bevölkerung in Georgien tickt. Die haben einfach kein Bock auf Russland. Wenn SaakaSchwili gestürzt wird (ich hoffe: bald), dann wird ein anderer Georgier kommen: mit Sicherheit ein Russlandsektiker.

Ich hoffe ja darauf, dass die Georgier mal einen echten Demokraten erleben, und nicht nur jemand, der die Freiheitsrhetorik so gründlich missbraucht, wie die Think Tank-Zöglinge rund um SaakaSchwili.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>@ NUB</p>
	<p>Man kann, m.E. nicht in der Form wie Naumann, durchaus der Meinung sein, dass Georgien in einen Konflikt hinein getrieben wurde. Nur: Die eigentliche Besonderheit ist meiner Meinung nach der von Georgien unternommene (und gescheiterte) Blitzkrieg gegen Südossetien.</p>
	<p>Im Spiegel hat ein georgischer Minister sogar zugegeben (mit seiner 3-Zimmer-Theorie), dass das Kriegsziel Georgiens in der ethnischen Säuberung Südossetiens bestanden hat.</p>
	<p>Sowas ist mit Sicherheit nicht &#8220;Falle&#8221; - sondern Dummheit, in einer brutalen Form. Der Westen, wo er mit Georgien zusammen gearbeitet hat, hat sich hier auch allerhand Vorwürfe zu machen, z.B. dahingehend, dass er die georgische Regierung  nicht zu einem rationalerem und vor allem: humaneren Verhalten angehalten hat.</p>
	<p>Die Eskalation der Ereighisse <i>einzig</i> auf die russische Seite (bzw. auf die Seite in der Tat durchgeknallter südossetischer Nationalisten) zu schieben, ist nicht so ganz realistisch. Dieser Konflikt hat seine eigene Logik - und Naumann hat diese offenkundig nicht begriffen. Wenn er das Verhalten aller Konfliktparteien (nicht nur der südossetischen Nationalisten und Russland-Satelliten) genau studiert hätte, dann müsste er wissen, dass seine <b>kaukasische Dolchstoßlegende</b> <i>sehr</i> wenig mit den realen Vrogängen zu tun hat. </p>
	<p>Er verkennt zudem, in typisch großkotziger NATO-Haltung, dass die großen Strategiefragen (Einflussphären, ökonomische Interessen, langfristige Kalküle der Beteiligten u.ä.) eine eher untergeordnete (!) Rolle bei der Analyse des Konfliktes spielen. Manchmal sind die Dinge nämlich ziemlich unstrategisch: Beispielsweise, wenn südossetische Banditenbanden georgische Bauernhöfe in Südossetien beschießen - und Georgien (dessen Regierung keineswegs &#8220;demokratisch&#8221; oder westllch reagiert) jegliche Bereitschaft zur Vermittlung und Konfliktmoderation vermissen ließ. </p>
	<p>Weder &#8220;der Westen&#8221; noch Russland konnten an <i>diesen</i>, im Wesentlichen von Völkerhass, Banditentum und Nationalismus bestimmten Ereignissen ein Interesse haben. </p>
	<p>Der Blickwinkel von Naumann ist leider militaristisch, NATO-strategisch und hier: für analytische Zwecke ungeeignet. Er bekommt die Dynamik des Konflkites nicht einmal im Ansatz zu packen. So meint er - völlig zu Unrecht - dass der südossetishe Satelit zu verstehen wäre entsprechend der alten Satelliten des alten Sowjetimperiums.</p>
	<p>Weit gefehlt!</p>
	<p>Das südossetische Gangsterregime mag zwar - teilweise - den Interessen Moskaus (vermeintlich) nützen, aber es ist nur <i>zum Teil</i> von Moskau gesteuert. Anders gesagt, erstens, die südossetische &#8220;Regierung&#8221; macht jede Menge Mist auf eigene Kappe und auch gegen den Wunsch von Moskau (am Spätabend des 7.8. und in der Nacht von Do zu Fr gingen sie z.B. nicht ans Telefon, weil sie von ihrem &#8220;Befreiuungskampf&#8221; völlig besoffen waren), zweitens, der Durchgriff des südossetischen Gangsterregimes auf die eigenen Freischärler und Paramilitärs ist ebenfalls begrenzt.</p>
	<p>So: Und dann kommt der Naumann und will diese Abläufe mit seiner NATO-Brille analysieren. Nein, danke - daran kann ich nicht viel finden. Und sein auf langfristige Kooperation mit Moskau gerichtetes Schlusswort mag man vernünftig finden - oder (auch eine Variante) als Ausdruck des Anbiederns.</p>
	<p>Es ändert ja nicht viel daran, dass Naumann von diesem Konflikt wenig versteht. Er verbreitet diesen von einer US-PR-Agentur (Aspect Consulting) in Auftrag gegebenen Dolchstoß-Legenden-Quark.</p>
	<p>NUB, ich wüsste jede Menge Gründe, um das Verhalten des russischen Militärs zu kritisieren - aber ich kann mit Naumanns Pseudo-Analyse einfach nichts anfangen. Und mit Schacks Ansichten zum Kaukasuskonflikt schon garnicht.</p>
	<p>Bei Naumann ist das in etwa so, also ob ein von Klassik-Musik geprägter Musikwissenschaftler Techno und Darkwäve erklärt. Es fehlt hier wie dort das begriffliche und analytische Instrumentarium. Die NATO-strategische Hubschrauber-Perspektive des Kaukasus-Konfliktes liefert im Wesentlichen nur Schein-Erkenntnisse, und schlimmer noch, sie wiederholt im Grunde genommen nur die Vorurteile, die es schon vorher in großen Umfang gab.</p>
	<p>Der Konflikt hat auch folgendes erwiesen (in meinen Augen): Die NATO muss sich reformieren. Derart ausgeprägte Blindheit, zusammen mit der Neigung zu verbalen (und tatsächlichem!) Säbelrasseln halte ich sogar für eine Gefahr für die internationale Sicherheit.</p>
	<p>NUB, zu deinem:<br />
<blockquote><i>Ich traue sowas beiden Seiten zu. Das geht schnell, wenn sich der Hass entlädt.</i></blockquote>
Ja, eben. Genau das ist mein Punkt. </p>
	<p>Die Rolle der Russen ist vor diesem Hintergrund keine glanzvolle, sondern in eihem unangenehm weiten Umfang eine duldende. Und das vereint die Russen dann leider mit &#8220;dem Westen&#8221;, besonders mit Großbritannien und den USA, welche im Sicherheitsrat am 8.8. eine Einstellung der militärishen Feindseligkeiten (in Erwartung eines georgischen Sieges) <b>abgelehnt</b> (!) haben.</p>
	<p>Was für eine Mist. Und nun lässt man Georgien das Spiel der verfolgenden Unschuld spielen. Nochmal: Mist. Man lässt zu,l dass die öffentliche Darstellung des Konfliktes im Wesentlichen von Polit-PR-Agenturen bestimmt wird. MIst. Mist. Mist.</p>
	<p>Ich sehe nicht, dass &#8220;der Westen&#8221; in irgendeiner Weise löblicher als Russland agiert.</p>
	<p>@ &#8220;Demoliste&#8221;</p>
	<p>Ja, und? Natürlich richtet sich die Friedensbewegung (in ihren Restbeständen&#8230;) v.a. gegen den Militarismus auf der eigenen Seite. Natürlich wird die militaristische Politik der USA der letzten Jahre besonders kritisch gesehen.</p>
	<p>Vielleicht ist es sogar so, dass diese Haltung berechtigt ist.</p>
	<p>Und natürlich versammeln sich (zumal in derartig hochkondensierten Restbeständen einer stark geschrumpften Bewegung) hier auch politische Kräfte und Akteure, welche außen- und verteidigungspolitische Fragestellungen allzu einseitig sehen, allzu sehr z.B. die Außenpolitik der USA mit den USA selbst verwechseln.</p>
	<p>Das gibt es ja auch - spiegelbildlich und geradezu umgekehrt - bei vielen Rechtslibertären: Dass die Militärpolitik der USA von Vorurteilen geprägt einseitig für &#8220;gut&#8221; gehalten wird - in diesem Fall deshalb, weil man das ökonomische und von Demokratie geprägte System der USA sehr stark befürwortet und als eine Art Musterfolie für die ganze Welt begreift.</p>
	<p>Stets ist es der eingenommene Blickwinkel (je extremer und schmaler, umso schlimmer), der die Wahrnehmung bestimmt. Wenn in einem übergeschnappten Ton wegen einer demonstrationsrechtlichen Entscheidung von &#8220;<i>politischen Erfüllungsgehilfen der völkerrechtswidrigen Kriegsplanung des US-Militärs (&#8230;)</i> die Rede ist, dann ist das schon etwas abstoßend.</p>
	<p>Es ist aber im Kern der Ausdruck eines Vereinseitigungsproblems, das m.E. den meisten Rechtslibertären nicht fremd sein sollte. Ich sage nur: Irak-Krieg, Folter, Guantanamo: Wie schräg waren da die ersten Einschätzungen! </p>
	<p>Verglichen damit waren die Einschätzungen der (Restbestände der) Friedensbewegung <i>erschreckend realistisch</i>, wenngleich der allgemeine Ton und die einseitige Ursachenanalyse (kurz: &#8220;USA böse&#8221;) meines Erachtens ziemlich untauglich sind.</p>
	<p>Zu: &#8220;<i>10 Euro für den irakischen Widerstand</i>&#8220;:<br />
So ein übergeschnappter Blödsinn kann doch nicht ernsthaft mit &#8220;der&#8221; Friedensbewegung assoziiert werden. Also wirklich: Das geht garnicht.</p>
	<p>Leider - und fast schon traditionell - werden kleine Antikriegsgruppen immer wieder durch marxistische Grüppchen und Sektierer unterwandert. Aber wie politische totalverdreht, pardon, muss man sein, umd derartige, sehr unerfreuliche Erscheinungen &#8220;der&#8221; Friedensbewegung zuzuordnen?</p>
	<p>Dann kann man ja genauso sagen, dass die (geringenen)teils ins Rechtsextremistische abrutschenden Eifrei-Extremisten für &#8220;die FDP&#8221; stehen. Nein, sorry: Sowas geht nicht. Man kann im Umfeld kleiner politischer Gruppen immer wieder sehr erstaunliche und auch: scheußliche Beobachtungen vornehmen.</p>
	<p>Nur erhält man damit kein Bild.</p>
	<blockquote><p><i>Ebenso wäre es Russland Recht, wenn sich die Möglichkeit ergäbe, mittelfristig eine andere Regierung in Georgien durchzusetzen, zumindest den Sakaschwili loszuwerden und dadurch vielleicht eine politische Kontrollmöglichkeit über die Pipeline zu etablieren.</i></blockquote>
Tja: Wenn das so wäre, dann hätte Russland offenbar nicht die geringste Ahnung davon, wie die Bevölkerung in Georgien tickt. Die haben einfach kein Bock auf Russland. Wenn SaakaSchwili gestürzt wird (ich hoffe: bald), dann wird ein anderer Georgier kommen: mit Sicherheit ein Russlandsektiker.</p>
	<p>Ich hoffe ja darauf, dass die Georgier mal einen echten Demokraten erleben, und nicht nur jemand, der die Freiheitsrhetorik so gründlich missbraucht, wie die Think Tank-Zöglinge rund um SaakaSchwili.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: NUB</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-190</link>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 09:44:59 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-190</guid>
					<description>Und noch ein PS: Unter &quot;Friedensbewegung&quot; kann man im modernen Sinne mehr verstehen als nur die Überbleibsel der Leutchen, die in den 80ern gegen Aufrüstung waren. Die Demonstranten in den USA und Großbritannien gehören durchaus mit hinein, in den USA werden Linke ja normalerweise liberals genannt, wie dem auch sei, es finden sich genauso wie hier Meinungen bis hin zur Unterstützung des &quot;Widerstands&quot; gegen amerikanische Soldaten. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen bzgl. dessen, was als &quot;Friedensbewegung&quot; bezeichnet wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Und noch ein PS: Unter &#8220;Friedensbewegung&#8221; kann man im modernen Sinne mehr verstehen als nur die Überbleibsel der Leutchen, die in den 80ern gegen Aufrüstung waren. Die Demonstranten in den USA und Großbritannien gehören durchaus mit hinein, in den USA werden Linke ja normalerweise liberals genannt, wie dem auch sei, es finden sich genauso wie hier Meinungen bis hin zur Unterstützung des &#8220;Widerstands&#8221; gegen amerikanische Soldaten. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen bzgl. dessen, was als &#8220;Friedensbewegung&#8221; bezeichnet wird.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: NUB</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-189</link>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 08:48:07 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-189</guid>
					<description>Übrigens vertritt &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572237,00.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Klaus Naumann&lt;/a&gt;, das sei eine Falle gewesen, in die die Georgier gegangen sind, das Vorgehen Russlands von langer Hand vorbereitet. 

Ich weiß zwar, dass Du, Dean, SPON bei dem Thema für befangen hälst, Naumann kannst Du aber nur schwer unterstellen, richtig russenfeindlich zu sein, sagt er doch andererseits mehrfach, dass wir die Partnerschaft mit Russland brauchen, dass wir Russland brauchen. </description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Übrigens vertritt <a href="http://freiburgerthesen.blogsome.com/go.php?http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,572237,00.html" rel="nofollow">Klaus Naumann</a>, das sei eine Falle gewesen, in die die Georgier gegangen sind, das Vorgehen Russlands von langer Hand vorbereitet. </p>
	<p>Ich weiß zwar, dass Du, Dean, SPON bei dem Thema für befangen hälst, Naumann kannst Du aber nur schwer unterstellen, richtig russenfeindlich zu sein, sagt er doch andererseits mehrfach, dass wir die Partnerschaft mit Russland brauchen, dass wir Russland brauchen.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: NUB</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-188</link>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 08:17:26 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-188</guid>
					<description>Dean,

entschuldige, aber nach dem was bisher so aus der Ferne ermittelt werden kann, muss ich Debatten à la 
 
&lt;i&gt;Eine “ethnische Säuberung” gab es dennoch - im ersten Fall als gescheiterter Versuch der Georgier (mit dennoch rund 500 bis evtl. sogar 1000 zivilen Opfern), im zweiten Fall leider erfolgreich, allerdings bezweifele ich die Gerüchte massenhafter Liquidierungen. Dem südossetisch-nationalistischen Regime sind diese gleichwohl zuzutrauen. &lt;/i&gt;

als &quot;dem einen traue ich eine ethnische Säuberung zu, dem anderen nicht&quot; abheften, was jeweils nur persönliche Geschmacksfrage ist.

Ich traue sowas beiden Seiten zu. Das geht schnell, wenn sich der Hass entlädt.

&lt;i&gt;Was sich vielleicht damit erklärt, dass er die seit fast zwei Jahrzehnten weitgehend inexistente Friedensbewegung nicht kennt. Wenn er die Restbestände der friedensbewegten Szene sich einmal genauer anschauen würde (z.B. den Kassler Friedensratschlag), müsste er eigentlich schnell sehen, wie gründlich er sich geirrt hat.

Indes: Es interessiert ihn nicht. Ihm geht es allein um das tendenziöse Abwatschen der Friedensbewegung. Er verkennt nicht nur die mehrfache Problematik des Konfliktes (für Schack sind vor allein die Russen schuld), sondern auch, dass sich eine politische Bewegung, sofern sie vernünftig ist, vor allem an das eigene Lager wendet.&lt;/i&gt;

Ich gebe zu, dass z.T. Linke in einen Topf geworfen werden und es wird auch ressentimentgeladen argumentiert, wenn man sich aber z.B. &lt;a href=&quot;http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/aktionen15-03-2003.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;diese Demoliste&lt;/a&gt; ansieht, u.a. mit &quot;Blockade Airbase FFM&quot;, dann weiß man doch, wer nach Ansicht dieser Leute zuforderst gestoppt werden müsse. Und nicht alle, aber einige, begreifen die USA dabei keineswegs als &quot;eigenes Lager&quot;. Eine auch anzutreffende Sichtweise besagt nämlich, die Kriege der USA gingen &quot;uns&quot; nichts an und wir müssten &quot;uns&quot; nicht mit den Amerikanern zusammentun, sondern sollten uns vielmehr von diesen lösen.  

Zitat: &lt;i&gt;Mit dieser Maßnahme des Frankfurter Ordnungsamts wird nicht nur das Verfassungsrecht auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit beschnitten, die Stadt und ihre Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) machen sich damit auch zum politischen Erfüllungsgehilfen der völkerrechtswidrigen Kriegsplanung des US-Militärs. Anstatt die gewaltlosen Proteste gegen die US-Kriegsmaschine zu behindern, sollten lieber die Kriegsvorbereitungen von deutschem Boden aus unterbunden werden.&lt;/i&gt;

Es ist ja wohl klar, dass dies nicht isoliert von dem Bündnis mit den Amerikanern als solchem und der NATO-Partnerschaft zu sehen ist. Außerdem ist es eng mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verbunden, der dann folgerichtig ebenso abgelehnt wird.

Eher Einzelfall, aber in diesem Zusammenhang auch interessant: 

&lt;i&gt;Stein des Anstoßes für &quot;Panorama&quot; war die Kampagne &quot;10 Euro für den irakischen Widerstand&quot;. Im Beitrag wurde sie repräsentiert durch die Duisburger Gruppe Initiativ e.V. – Verein für Demokratie und Kultur von unten und Joachim Guilliard vom Heidelberger Antikriegsforum. Guilliard kam mit folgenden Interview-Fetzen 'zu Wort': &quot;Widerstand, auch militärische Aktionen gegen die Besatzer, ist selbstverständlich legitim. Das hat mit Terrorismus im engeren Sinne nichts zu tun.&quot; Und, nach der kommentierenden Überleitung, Guilliard fordere &quot;ganz offen die Unterstützung der Untergrundkämpfer aufgrund dieses angeblichen 'Rechts auf Widerstand'&quot;, ging es so weiter: &quot;Ich denke, die Friedensbewegung sollte genau für dieses Recht der Iraker eintreten, und was die Iraker tun können, was ich auch für vernünftig halte, ist, den Besatzungstruppen entsprechende Verluste zuzuführen.&quot; (1) ( http://www.hagalil.com/archiv/2004/01/irak.htm )&lt;/i&gt;

Ich bestreite überhaupt nicht, dass Kritik am Irakkrieg, an Bush, an den Kriegen u.s.w. erforderlich ist und wichtiger Bestandteil der Demokratie ist. Es zeigt sich nur immer wieder, dass ein Feindbild USA zum Ausdruck kommt, dass die USA als Weltübel wahrgenommen werden. Und so kommen m.E. die Vorurteile gegen die Friedensbewegung zu Stande, diese sei äußerst einseitig. Und ich kann mir wirklich schwer vorstellen, dass in einer anderen Situation mit den USA als bombardierendem Staat, der wie Russland auch Städte im übrigen Georgien bombardierte, nicht das Wort &quot;Imperialismus&quot; fiele. Zumal ja bei aller Komplexität des Georgien-Problems die Irakproblematik vor dem letzten Krieg meistens auch ziemlich unterkomplex behandelt wurde (USA lassen irakische Babys verhungern, Sanktionen sind Verbrechen, Uranmunition tötet etc.). Es liegt eher an Sympathien und Antipathien, welche Vereinfachungen und Feindbildschaffungen einen ärgern und welche nicht.

&lt;i&gt;Ich glaube, es ist viel vertrackter: Russland will verhndern, dass Aserbeidschan und Georgien mti der Pipeline Geld verdienen - um auf diese Weise den Einfluss “des Westens” in seiner Nachbarschaft zu schwächen - und diese konkurrierenden Staaten (und mit ihnen das konkurrierende wirtschaftliche System des Westens) für eine Reihe von Ex-Sowjet-Republiken weniger attraktiv erscheinen zu lassen.&lt;/i&gt;

Du hast die Optionen, die sich für Russland ergeben, da noch etwas weiter gedacht. Ebenso wäre es Russland Recht, wenn sich die Möglichkeit ergäbe, mittelfristig eine andere Regierung in Georgien durchzusetzen, zumindest den Sakaschwili loszuwerden und dadurch vielleicht eine politische Kontrollmöglichkeit über die Pipeline zu etablieren.

&lt;i&gt;In der Summe ist Schacks Artikel kaum mehr als eine Ansammlung von schlecht belegten Gerüchten und lang antrainierten Vorurteilen. Nee, dieser Text von Schack gefällt mir nicht. Er hat schon bessere Texte verfasst - hier steht er kaum oberhalb des Niveaus von fdog oder den verbissenen Liberalen. &lt;/i&gt;

Dir gefällt nicht, dass da Linkenbashing vorkommt, hätte er das weggelassen, würde Dein Urteil vermutlich netter ausfallen. :-D Wie gesagt: Das sind persönliche Einstellungen. Der eine reagiert halt sensibel auf Kritik an den Amerikanern, der andere mag keine Kritik an den Russen hören (Gas-Gerd z.B.) u.s.w. Mit ernstzunehmenden analytischen und sachlichen Fragen haben diese Sensibilitäten aber eher nichts zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Dean,</p>
	<p>entschuldige, aber nach dem was bisher so aus der Ferne ermittelt werden kann, muss ich Debatten à la </p>
	<p><i>Eine “ethnische Säuberung” gab es dennoch - im ersten Fall als gescheiterter Versuch der Georgier (mit dennoch rund 500 bis evtl. sogar 1000 zivilen Opfern), im zweiten Fall leider erfolgreich, allerdings bezweifele ich die Gerüchte massenhafter Liquidierungen. Dem südossetisch-nationalistischen Regime sind diese gleichwohl zuzutrauen. </i></p>
	<p>als &#8220;dem einen traue ich eine ethnische Säuberung zu, dem anderen nicht&#8221; abheften, was jeweils nur persönliche Geschmacksfrage ist.</p>
	<p>Ich traue sowas beiden Seiten zu. Das geht schnell, wenn sich der Hass entlädt.</p>
	<p><i>Was sich vielleicht damit erklärt, dass er die seit fast zwei Jahrzehnten weitgehend inexistente Friedensbewegung nicht kennt. Wenn er die Restbestände der friedensbewegten Szene sich einmal genauer anschauen würde (z.B. den Kassler Friedensratschlag), müsste er eigentlich schnell sehen, wie gründlich er sich geirrt hat.</p>
	<p>Indes: Es interessiert ihn nicht. Ihm geht es allein um das tendenziöse Abwatschen der Friedensbewegung. Er verkennt nicht nur die mehrfache Problematik des Konfliktes (für Schack sind vor allein die Russen schuld), sondern auch, dass sich eine politische Bewegung, sofern sie vernünftig ist, vor allem an das eigene Lager wendet.</i></p>
	<p>Ich gebe zu, dass z.T. Linke in einen Topf geworfen werden und es wird auch ressentimentgeladen argumentiert, wenn man sich aber z.B. <a href="http://freiburgerthesen.blogsome.com/go.php?http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/bewegung/aktionen15-03-2003.html" rel="nofollow">diese Demoliste</a> ansieht, u.a. mit &#8220;Blockade Airbase FFM&#8221;, dann weiß man doch, wer nach Ansicht dieser Leute zuforderst gestoppt werden müsse. Und nicht alle, aber einige, begreifen die USA dabei keineswegs als &#8220;eigenes Lager&#8221;. Eine auch anzutreffende Sichtweise besagt nämlich, die Kriege der USA gingen &#8220;uns&#8221; nichts an und wir müssten &#8220;uns&#8221; nicht mit den Amerikanern zusammentun, sondern sollten uns vielmehr von diesen lösen.  </p>
	<p>Zitat: <i>Mit dieser Maßnahme des Frankfurter Ordnungsamts wird nicht nur das Verfassungsrecht auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit beschnitten, die Stadt und ihre Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) machen sich damit auch zum politischen Erfüllungsgehilfen der völkerrechtswidrigen Kriegsplanung des US-Militärs. Anstatt die gewaltlosen Proteste gegen die US-Kriegsmaschine zu behindern, sollten lieber die Kriegsvorbereitungen von deutschem Boden aus unterbunden werden.</i></p>
	<p>Es ist ja wohl klar, dass dies nicht isoliert von dem Bündnis mit den Amerikanern als solchem und der NATO-Partnerschaft zu sehen ist. Außerdem ist es eng mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan verbunden, der dann folgerichtig ebenso abgelehnt wird.</p>
	<p>Eher Einzelfall, aber in diesem Zusammenhang auch interessant: </p>
	<p><i>Stein des Anstoßes für &#8220;Panorama&#8221; war die Kampagne &#8220;10 Euro für den irakischen Widerstand&#8221;. Im Beitrag wurde sie repräsentiert durch die Duisburger Gruppe Initiativ e.V. – Verein für Demokratie und Kultur von unten und Joachim Guilliard vom Heidelberger Antikriegsforum. Guilliard kam mit folgenden Interview-Fetzen &#8216;zu Wort&#8217;: &#8220;Widerstand, auch militärische Aktionen gegen die Besatzer, ist selbstverständlich legitim. Das hat mit Terrorismus im engeren Sinne nichts zu tun.&#8221; Und, nach der kommentierenden Überleitung, Guilliard fordere &#8220;ganz offen die Unterstützung der Untergrundkämpfer aufgrund dieses angeblichen &#8216;Rechts auf Widerstand&#8217;&#8221;, ging es so weiter: &#8220;Ich denke, die Friedensbewegung sollte genau für dieses Recht der Iraker eintreten, und was die Iraker tun können, was ich auch für vernünftig halte, ist, den Besatzungstruppen entsprechende Verluste zuzuführen.&#8221; (1) ( <a >http://www.hagalil.com/archiv/2004/01/irak.htm</a> )</i></p>
	<p>Ich bestreite überhaupt nicht, dass Kritik am Irakkrieg, an Bush, an den Kriegen u.s.w. erforderlich ist und wichtiger Bestandteil der Demokratie ist. Es zeigt sich nur immer wieder, dass ein Feindbild USA zum Ausdruck kommt, dass die USA als Weltübel wahrgenommen werden. Und so kommen m.E. die Vorurteile gegen die Friedensbewegung zu Stande, diese sei äußerst einseitig. Und ich kann mir wirklich schwer vorstellen, dass in einer anderen Situation mit den USA als bombardierendem Staat, der wie Russland auch Städte im übrigen Georgien bombardierte, nicht das Wort &#8220;Imperialismus&#8221; fiele. Zumal ja bei aller Komplexität des Georgien-Problems die Irakproblematik vor dem letzten Krieg meistens auch ziemlich unterkomplex behandelt wurde (USA lassen irakische Babys verhungern, Sanktionen sind Verbrechen, Uranmunition tötet etc.). Es liegt eher an Sympathien und Antipathien, welche Vereinfachungen und Feindbildschaffungen einen ärgern und welche nicht.</p>
	<p><i>Ich glaube, es ist viel vertrackter: Russland will verhndern, dass Aserbeidschan und Georgien mti der Pipeline Geld verdienen - um auf diese Weise den Einfluss “des Westens” in seiner Nachbarschaft zu schwächen - und diese konkurrierenden Staaten (und mit ihnen das konkurrierende wirtschaftliche System des Westens) für eine Reihe von Ex-Sowjet-Republiken weniger attraktiv erscheinen zu lassen.</i></p>
	<p>Du hast die Optionen, die sich für Russland ergeben, da noch etwas weiter gedacht. Ebenso wäre es Russland Recht, wenn sich die Möglichkeit ergäbe, mittelfristig eine andere Regierung in Georgien durchzusetzen, zumindest den Sakaschwili loszuwerden und dadurch vielleicht eine politische Kontrollmöglichkeit über die Pipeline zu etablieren.</p>
	<p><i>In der Summe ist Schacks Artikel kaum mehr als eine Ansammlung von schlecht belegten Gerüchten und lang antrainierten Vorurteilen. Nee, dieser Text von Schack gefällt mir nicht. Er hat schon bessere Texte verfasst - hier steht er kaum oberhalb des Niveaus von fdog oder den verbissenen Liberalen. </i></p>
	<p>Dir gefällt nicht, dass da Linkenbashing vorkommt, hätte er das weggelassen, würde Dein Urteil vermutlich netter ausfallen. <img src='http://freiburgerthesen.blogsome.com/wp-images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Wie gesagt: Das sind persönliche Einstellungen. Der eine reagiert halt sensibel auf Kritik an den Amerikanern, der andere mag keine Kritik an den Russen hören (Gas-Gerd z.B.) u.s.w. Mit ernstzunehmenden analytischen und sachlichen Fragen haben diese Sensibilitäten aber eher nichts zu tun.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: John Dean</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-187</link>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 22:42:38 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-187</guid>
					<description>NUB, so besonders gelungen finde ich Ramon Schacks wüsten Text nicht. Zunächst einen guten Part:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;In Südossetien  wird von einer ethnischen Säuberung gesprochen. Die verbliebene georgische Bevölkerung wird vertrieben und liquidiert, die Siedlungen zerstört.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Schack spricht allerdings nicht darüber, was den Südosseten von der georgischen Armee angetan wurde. Eine &quot;ethnische Säuberung&quot; gab es dennoch - im ersten Fall als gescheiterter Versuch der Georgier (mit dennoch rund 500 bis evtl. sogar 1000 zivilen Opfern), im zweiten Fall leider erfolgreich, allerdings bezweifele ich die Gerüchte massenhafter Liquidierungen. Dem südossetisch-nationalistischen Regime sind diese gleichwohl zuzutrauen.

Doch Schacks Text hat auch üble Tiefpunkt, zum Beispiel:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Die Frage sei erlaubt, weshalb die sog.Friedensbewegung, allen voran in Deutschland, die ja sonst kein Event ausläßt, sobald nur die USA im Spiel ist, mal wieder durch eisiges Schweigen auffällt?&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Dazu ist rein sachlich festzustellen: Schack hat den Arsch offen. Was sich vielleicht damit erklärt, dass er die seit fast zwei Jahrzehnten weitgehend &lt;i&gt;inexistente&lt;/i&gt; Friedensbewegung nicht kennt. Wenn er die Restbestände der friedensbewegten Szene sich einmal genauer anschauen würde (z.B. den Kassler Friedensratschlag), müsste er eigentlich schnell sehen, wie gründlich er sich geirrt hat.

Indes: Es interessiert ihn nicht. Ihm geht es allein um das tendenziöse Abwatschen der Friedensbewegung. Er verkennt nicht nur die mehrfache Problematik des Konfliktes (für Schack sind vor allein die Russen schuld), sondern auch, dass sich eine politische Bewegung, sofern sie vernünftig ist, vor allem an das eigene Lager wendet.

Klar, man kann natürlich auch Massendemonstrationen in den deutschen Großstädten gegen die nigerianische Regierung unternehmen oder gegen die Verhältnisse im Sudan (z. B. &quot;Hallo FDP: Wo bleiben eure Massendemos gegen Darfur?&quot;) - es wäre nur etwas irre. Wogegen sich Protest auf den Straßen richtet ist üblicherweise das Verhalten der eigenen Regierung, ebentuell auch der eigenen Aliierten. Auch darf man sagen, dass der Irak mit mittlerweile deutlich mehr als 100.000 zivilen Opfern und weit mehr als 2 Millionen Vertriebenen allein schon von seiner Dimension kaum mit dem Kaukasus-Konflikt zu vergleichen ist.

Aber wie auch immer: Schack dürfte das alles nicht interessieren. Und dass die Friedensbewegung allemal gegen den Kaukasus-Konflikt ist und auch keineswegs die russische Seite zu Friedensengeln erklärt hat: All das interessiert Schack nicht.

Hauptsache: Immer feste druff!

Drittes Beispiel:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Ferner ist Puti der Sitz der georgischen Küstenwache, welche mit Hilfe der USA, in den letzten Jahren, im Wert von 17,5 Milliarden Dollar modernisiert wurde.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Schack hat wenig Ahnung. So maßstabslos sein ganzer Text ist, so leicht verwechselt (bzw. falsch übersetzt) er Milliarde mit Millon. Es fällt ihm halt nicht auf. Genauso wenig wie die georgische Kriegslüge eines angeblich &quot;total&quot; zerstörten Hafens in Poti, die er freudig breit tritt, ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu haben:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Der erwähnte Hafen wurde schon in den ersten Stunden des Krieges, durch Luftangriffe schwer beschädigt, möglicherweise sogar vollständig zerstört.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Komisch nur, dass es von diesem &quot;vollständig zerstörten&quot; Hafen nicht ein einziges Bild gibt.

Fünftes Beispiel:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Diese Pipeline, benannt nach ihrem Ausgangspunkt, der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, bzw. dem Zielhafen an der türkischen  Mittelmeerküste Ceyhan,stellt für Russland eine ungeheure Provokation da, wird man somit doch, vor allem in direkter geographischer Nachbarschaft, von dem Milliardengeschäft, isoliert. &lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Dass es hier auch um Geschäfte geht: geschenkt. Nur stimmt eben die Vorstellung nicht, meiner Meinung nach, dass Russland seine eigenen Öl- und Gas-Ressourcen schlechter los wird, wenn diese Pipeline funktioniert. 

Ich glaube, es ist viel vertrackter: Russland will verhndern, dass Aserbeidschan und Georgien mti der Pipeline Geld verdienen - um auf diese Weise den Einfluss &quot;des Westens&quot; in seiner Nachbarschaft zu schwächen - und diese konkurrierenden Staaten (und mit ihnen das konkurrierende wirtschaftliche System des Westens) für eine Reihe von Ex-Sowjet-Republiken weniger attraktiv erscheinen zu lassen.

Es geht also eher um Macht als um Geld. Ob das russische Interesse am Ende tatsächlich so groß ist, dass man diese Pipeline verhindern möchte, ist noch einmal eine andere Frage. Man kann es so vermuten - allerdings gab es offenbar keine Angriffe auf die Pipeline durch Russland im Krieg. Hätte Russland das gewollt: Dann wäre die Plpeline längst zerstört gewesen.

An anderer Stellt versucht Schack differenzierter zu urteilen:&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;In diesem  Zusammenhang sollte man nicht unerwähnt lassen, weshalb die Amerikaner in Aserbaidschan nicht so genau hinschauen, wie dort es um Demokratie und Menschenrechte bestellt ist. Frei nach dem Motto, dort wo das Öl sprudelt, dort wo Geschäft winken, verzichtet man auf den ideologischen Kreuzzug. Zumindest solange die dortigen Potentaten sich als gefügige, korrupte Werkzeuge mißbrauchen lassen. Man kennt dieses Phänomen ja aus Saudi-Arabien, dem islamisch-fudamentalistischen Gottesstaat Nr.1.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Das kann ich so unterschreiben, allerdings sollte man m.E. im Hinterkopf haben, dass Saudi-Arabien mehr als nur eine fundamentalistische Seite hat.

In der Summe ist Schacks Artikel kaum mehr als eine Ansammlung von schlecht belegten Gerüchten und lang antrainierten Vorurteilen. Nee, dieser Text von Schack gefällt mir nicht. Er hat schon bessere Texte verfasst - hier steht er kaum oberhalb des Niveaus von fdog oder den verbissenen Liberalen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>NUB, so besonders gelungen finde ich Ramon Schacks wüsten Text nicht. Zunächst einen guten Part:<br />
<blockquote><i>In Südossetien  wird von einer ethnischen Säuberung gesprochen. Die verbliebene georgische Bevölkerung wird vertrieben und liquidiert, die Siedlungen zerstört.</i></blockquote>
Schack spricht allerdings nicht darüber, was den Südosseten von der georgischen Armee angetan wurde. Eine &#8220;ethnische Säuberung&#8221; gab es dennoch - im ersten Fall als gescheiterter Versuch der Georgier (mit dennoch rund 500 bis evtl. sogar 1000 zivilen Opfern), im zweiten Fall leider erfolgreich, allerdings bezweifele ich die Gerüchte massenhafter Liquidierungen. Dem südossetisch-nationalistischen Regime sind diese gleichwohl zuzutrauen.</p>
	<p>Doch Schacks Text hat auch üble Tiefpunkt, zum Beispiel:<br />
<blockquote><i>Die Frage sei erlaubt, weshalb die sog.Friedensbewegung, allen voran in Deutschland, die ja sonst kein Event ausläßt, sobald nur die USA im Spiel ist, mal wieder durch eisiges Schweigen auffällt?</i></blockquote>
Dazu ist rein sachlich festzustellen: Schack hat den Arsch offen. Was sich vielleicht damit erklärt, dass er die seit fast zwei Jahrzehnten weitgehend <i>inexistente</i> Friedensbewegung nicht kennt. Wenn er die Restbestände der friedensbewegten Szene sich einmal genauer anschauen würde (z.B. den Kassler Friedensratschlag), müsste er eigentlich schnell sehen, wie gründlich er sich geirrt hat.</p>
	<p>Indes: Es interessiert ihn nicht. Ihm geht es allein um das tendenziöse Abwatschen der Friedensbewegung. Er verkennt nicht nur die mehrfache Problematik des Konfliktes (für Schack sind vor allein die Russen schuld), sondern auch, dass sich eine politische Bewegung, sofern sie vernünftig ist, vor allem an das eigene Lager wendet.</p>
	<p>Klar, man kann natürlich auch Massendemonstrationen in den deutschen Großstädten gegen die nigerianische Regierung unternehmen oder gegen die Verhältnisse im Sudan (z. B. &#8220;Hallo FDP: Wo bleiben eure Massendemos gegen Darfur?&#8221;) - es wäre nur etwas irre. Wogegen sich Protest auf den Straßen richtet ist üblicherweise das Verhalten der eigenen Regierung, ebentuell auch der eigenen Aliierten. Auch darf man sagen, dass der Irak mit mittlerweile deutlich mehr als 100.000 zivilen Opfern und weit mehr als 2 Millionen Vertriebenen allein schon von seiner Dimension kaum mit dem Kaukasus-Konflikt zu vergleichen ist.</p>
	<p>Aber wie auch immer: Schack dürfte das alles nicht interessieren. Und dass die Friedensbewegung allemal gegen den Kaukasus-Konflikt ist und auch keineswegs die russische Seite zu Friedensengeln erklärt hat: All das interessiert Schack nicht.</p>
	<p>Hauptsache: Immer feste druff!</p>
	<p>Drittes Beispiel:<br />
<blockquote><i>Ferner ist Puti der Sitz der georgischen Küstenwache, welche mit Hilfe der USA, in den letzten Jahren, im Wert von 17,5 Milliarden Dollar modernisiert wurde.</i></blockquote>
Schack hat wenig Ahnung. So maßstabslos sein ganzer Text ist, so leicht verwechselt (bzw. falsch übersetzt) er Milliarde mit Millon. Es fällt ihm halt nicht auf. Genauso wenig wie die georgische Kriegslüge eines angeblich &#8220;total&#8221; zerstörten Hafens in Poti, die er freudig breit tritt, ohne auch nur den geringsten Beleg dafür zu haben:<br />
<blockquote><i>Der erwähnte Hafen wurde schon in den ersten Stunden des Krieges, durch Luftangriffe schwer beschädigt, möglicherweise sogar vollständig zerstört.</i></blockquote>
Komisch nur, dass es von diesem &#8220;vollständig zerstörten&#8221; Hafen nicht ein einziges Bild gibt.</p>
	<p>Fünftes Beispiel:<br />
<blockquote><i>Diese Pipeline, benannt nach ihrem Ausgangspunkt, der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku, bzw. dem Zielhafen an der türkischen  Mittelmeerküste Ceyhan,stellt für Russland eine ungeheure Provokation da, wird man somit doch, vor allem in direkter geographischer Nachbarschaft, von dem Milliardengeschäft, isoliert. </i></blockquote>
Dass es hier auch um Geschäfte geht: geschenkt. Nur stimmt eben die Vorstellung nicht, meiner Meinung nach, dass Russland seine eigenen Öl- und Gas-Ressourcen schlechter los wird, wenn diese Pipeline funktioniert. </p>
	<p>Ich glaube, es ist viel vertrackter: Russland will verhndern, dass Aserbeidschan und Georgien mti der Pipeline Geld verdienen - um auf diese Weise den Einfluss &#8220;des Westens&#8221; in seiner Nachbarschaft zu schwächen - und diese konkurrierenden Staaten (und mit ihnen das konkurrierende wirtschaftliche System des Westens) für eine Reihe von Ex-Sowjet-Republiken weniger attraktiv erscheinen zu lassen.</p>
	<p>Es geht also eher um Macht als um Geld. Ob das russische Interesse am Ende tatsächlich so groß ist, dass man diese Pipeline verhindern möchte, ist noch einmal eine andere Frage. Man kann es so vermuten - allerdings gab es offenbar keine Angriffe auf die Pipeline durch Russland im Krieg. Hätte Russland das gewollt: Dann wäre die Plpeline längst zerstört gewesen.</p>
	<p>An anderer Stellt versucht Schack differenzierter zu urteilen:<br />
<blockquote><i>In diesem  Zusammenhang sollte man nicht unerwähnt lassen, weshalb die Amerikaner in Aserbaidschan nicht so genau hinschauen, wie dort es um Demokratie und Menschenrechte bestellt ist. Frei nach dem Motto, dort wo das Öl sprudelt, dort wo Geschäft winken, verzichtet man auf den ideologischen Kreuzzug. Zumindest solange die dortigen Potentaten sich als gefügige, korrupte Werkzeuge mißbrauchen lassen. Man kennt dieses Phänomen ja aus Saudi-Arabien, dem islamisch-fudamentalistischen Gottesstaat Nr.1.</i></blockquote>
Das kann ich so unterschreiben, allerdings sollte man m.E. im Hinterkopf haben, dass Saudi-Arabien mehr als nur eine fundamentalistische Seite hat.</p>
	<p>In der Summe ist Schacks Artikel kaum mehr als eine Ansammlung von schlecht belegten Gerüchten und lang antrainierten Vorurteilen. Nee, dieser Text von Schack gefällt mir nicht. Er hat schon bessere Texte verfasst - hier steht er kaum oberhalb des Niveaus von fdog oder den verbissenen Liberalen.
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: NUB</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-186</link>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 20:33:05 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/12/immer-noch-nicht-naher-gekommen/#comment-186</guid>
					<description>Ich finde diese Analyse von Ramon Schack sehr gelungen und aufschlussreich:

 http://ramonschack.wordpress.com/2008/08/14/georgien-versus-russlanddas-zerwurfnis-in-der-nato/</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich finde diese Analyse von Ramon Schack sehr gelungen und aufschlussreich:</p>
	<p> <a >http://ramonschack.wordpress.com/2008/08/14/georgien-versus-russlanddas-zerwurfnis-in-der-nato/</a>
</p>
]]></content:encoded>
				</item>
	<item>
		<title>by: freiburgerthesen</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/11/nur-ein-penner-oder-die-falschen-tater/#comment-185</link>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 13:51:01 +0100</pubDate>
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					<description>Ich reiche den Link mal nach, den elfkingsdaughter uns geben wollte:

http://netzklatsch.blogspot.com/2008/08/keine-roten-nelken-fuer-hans-joachim.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich reiche den Link mal nach, den elfkingsdaughter uns geben wollte:</p>
	<p><a >http://netzklatsch.blogspot.com/2008/08/keine-roten-nelken-fuer-hans-joachim.html</a>
</p>
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		<title>by: elfkingsdaughter</title>
		<link>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/11/nur-ein-penner-oder-die-falschen-tater/#comment-184</link>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 13:44:39 +0100</pubDate>
		<guid>http://freiburgerthesen.blogsome.com/2008/08/11/nur-ein-penner-oder-die-falschen-tater/#comment-184</guid>
					<description>hier noch ein kleiner nachschlag. den mainstream interessiert dieses schicksal nach wie vor nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[	<p>hier noch ein kleiner nachschlag. den mainstream interessiert dieses schicksal nach wie vor nicht.
</p>
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