Eben doch Sklaverei
Wenn man so liest, was manche Leute so verzapfen, dann will man ihnen an die Gurgel gehen.
Da besitzt ein Arbeitsamtschef die korrupte Frechheit, sich nicht nur kostenlose Arbeitskräfte für das im Nebenberuf geleitete Altenheim zu beschaffen, sondern auch noch vom Staat dafür zu kassieren (weil diejenigen, die Arbeitsgelegenheiten anbieten, ja für die angeblich notwendige Bürokratie entschädigt werden). Er betrügt also in einem Rundumschlag seine Arbeitnehmer (denn Arbeitslose waren sie ja eigentlich nicht mehr) und den Staat.
Und sein Anwalt erdreistet sich wirklich, nicht nur zu behaupten, nach den Maßstäben, die nun an den Herrn angelegt würden, müsste man alle ARGE-Leiter anklagen (wirklich? Vermitteln die alle Arbeitskräfte an sich selbst und lassen sich dafür dann noch bezahlen?), sondern auch noch in schönster Herrenmenschenart zu behaupten, man müsse so vorgehen, um den Arbeitslosen "Pünktlichkeit und Verlässlichkeit" beizubringen und sie richtig zu qualifizieren. Genau, Erziehung durch Arbeit, knöpft es euch vor, das verlotterte Pack. Denn, wie der Herr Anwalt auch weiß, "den Berufsstand des Diplomspaziergängers, Laubfegers und Rollstuhlschiebers gibt es nun mal nicht".
Nun ist dies natürlich ein besonders krasser Fall. Aber dass der Missbrauch bei den Arbeitsgelegenheiten ein weitgehender ist und kaum ein Projekt so funktioniert, wie sich das die Herren Hartz und Clement ausgedacht haben, kann wohl kaum bestritten werden.


