10. 10. 2008

Da kriegt man ja Angst!

Abgelegt als: Medien, Ausland, Humor - freiburgerthesen @ 7:37

Ein SpOn-Titel von heute:

 

USA: Gericht erlaubt Todesspritze auch bei Übergewicht

 

Nehmt ab, wenn Euch Euer Leben lieb ist! Die Amis, die wissen wenigstens, wie man mit dem Problem der Dicken umgeht. Nicht so zimperlich wie hier, wo man es einfach mitmacht, dass einem diese fetten Leute sowohl den Ausblick verschandeln als auch auf der Tasche liegen! Schnell mal draufgeklickt - oh, war wohl doch was anderes. Naja… ;)

(Disclaimer: Der Autor dieser Zeilen ist übergewichtig. So, wie zwei Drittel der deutschen Männer auch. Und hält das für sein persönliches Problem. Wenn er es denn überhaupt als Problem sieht). 

04. 10. 2008

Kommentare in Blogs…

Abgelegt als: Medien, Blogosphäre - freiburgerthesen @ 8:57

…sind gehaltvoll, inhaltlich anspruchsvoll und gut geschrieben. Das denke ich jedes Mal, wenn ich den Fehler gemacht habe, mir die Kommentare in der Online-Ausgabe einer großen Zeitung durchzulesen. Würg.

18. 09. 2008

Unwürdig

Abgelegt als: Parteien, Medien - freiburgerthesen @ 9:38

Sicherlich bin ich kein Freund der Linkspartei. Ihre politischen Ideen halte ich für halbgar bis gelogen, ein guter Teil ihres Spitzenpersonals ist diktatorisch kontaminiert, gerade im Westen sind auch viele schlichte Spinner und Wirrköpfe dabei. Andererseits vertritt diese Partei natürlich auch berechtigte Anliegen und wird immerhin von einem guten Zehntel der Bevölkerung entweder gewählt oder als bevorzugte Partei bei kommenden Wahlen aufgeführt. Grund genug, sich auch scharf und direkt inhaltlich mit "der Linken" auseinanderzusetzen.

Wenn ich mir aber die beiden SpOn-Videobeiträge ansehe, über die sich Christian Söder und Moritz Homann zurecht beklagen, dann sehe ich zwar eine scharfe und nachgerade unfaire, bei Gott aber keine inhaltliche Auseinandersetzung.

In "Linke Party", einem Bericht über einen Sommermedientreff der Linkspartei, werden Aussagen zurechtgestutzt und aus dem Zusammenhang gerissen. Das nicht unübliche Interesse eines Funktionärs (Gysi) an den Aussagen eines Anderen (Bartsch) wird als "soziale Kontrolle" bezeichnet, so, als wäre Gysi eine Art Politoffizier, der seinen Parteifreund bei dessen Interviews überwache. Und der Gipfel ist das Interview mit Oskar Lafontaine Gregor Gysi: Man merkt, dass es später am Abend ist, denn Lafontaine Gysi ist offensichtlich schon ein wenig benebelt; kein Grund, ihn nicht doch zu einem Interview zu drängen. Als er darum bittet, eine kleine Unterbrechung zu bekommen, um einen Namen nachzufragen, der ihm entfallen ist, heuchelt die SpOn-Redakteurin Verständnis und tut so, als würde das bisherige Interview so geschnitten, dass nur die nachfolgenden Sätze öffentlich erschienen. In Wahrheit aber nutzt sie die Bilder, um diesen bloßzustellen und sich über ihn lustig zu machen. Unwürdig.

Nicht viel besser ist "Sozialistische Geburtstagsparty". Wieder wird auf den Alkoholgenuss der "Linken" abgestellt, diesmal versucht man, Lafontaine lächerlich zu machen. Ein Witz über Stalins Lieblingslied, (Lafontaine meint, wenn er das singe, dann könne man ihn wenigstens teilweise zurecht als Stalinisten bezeichnen) wird direkt mit "Stalin als Vorbild" zusammengefasst. Dazu kommen Interviews, in denen der politische Gegner vergiftete Geburtstagsgrüße für den Saarländer abgeben darf und Steinbrück in seiner üblich rotzigen Art Verachtung ausdrückt - auch das ist unwürdig.

So jedenfalls sieht der richtige Umgang mit der Linkspartei und Oskar Lafontaine nicht aus. So wird man sie nicht bekämpfen können, im Gegenteil: So hilft man ihnen, sich als verfolgt und verfemt darzustellen. Schade, SpOn.

12. 08. 2008

Serien, die begeistern

Abgelegt als: Medien, Gesetze, Kriminalität - freiburgerthesen @ 23:15

Es muss das "liberale Gen" sein. Auf jeden Fall habe auch ich in den letzten Wochen Dr. House zu schätzen gelernt (eine Season Box für das, was ich verpasst habe, half). Aber um den soll es heute gar nicht gehen, denn die heutige Folge war sehr schwach - es ging mehr um die medizinischen Details als, wie sonst, um die Personen. Danach kommt Monk, den ich sehr lustig finde, aber auch der ist nicht mein Thema.

Nein, ich möchte die letzte Serie in der Reihe großartiger amerikanischer TV-Kultur loben: Law & Order. Wo normale Krimis aufhören, nämlich bei der Verhaftung der Täter, da fängt diese Serie eigentlich erst an: Bei der Gerichtsverhandlung und den Mühen, die die Staatsanwaltschaft dabei hat, die gesammelten Beweise auch zu einer Verurteilung zu bringen. Das wäre sehr schnell langweilig, wäre Law & Order nicht auch eine Serie, die sich immer wieder aktuellen politischen sowie moralischen Fragen widmet.

Dass es der Serie dabei gelingt, sich politisch nicht zu positionieren, muss man besonder hervorheben. Konservative Politiker als Heuchler und Zyniker darzustellen, die nur von Werten reden, aber insgeheim nur Machiavellismus zu betreiben, ist relativ leicht, und auch das kommt bei L&O immer wieder vor. Aber auch die "Liberals", die Linksliberalen, bekommen ihr Fett weg - so, wie in der heutigen Folge. Der "Bösewicht" war der Berater eines liberalen Kongressabgeordneten, auch der Abgeordnete selber steckte in dem Sumpf mit drin. Ein exzellentes Beispiel für die Verdorbenheit jedes politischen Systems.

Und vor allem gefiel mir der letzte Spruch des Oberstaatsanwaltes, gespielt von einem (völlig chancenlosen, auch das ist "very American") Präsidentschaftskandidaten für die diesjährige Wahl: "Demokratie ist die schlechteste Staatsform. Abgesehen von allen anderen". Nur ein Zitat, aber das richtige Ende für eine typische Folge dieser hervorragenden Serie. Der deutsche Abklatsch enttäuscht dagegen jede Woche wieder (nehme ich an, mehr als 10 Folgen konnte ich mir in all den Jahren nicht antun).

05. 08. 2008

Tagesschau: Braune Propaganda bei Google

Abgelegt als: Medien - freiburgerthesen @ 18:47

Über Google fand ich diesen Artikel, in dem die Tagesschau Google News vorwirft, sie würde "braune Propaganda" zu Nachrichten adeln. Was natürlich nur begrenzt stimmt, solange immer noch die NPD als Urheber zu erkennen ist; wer noch eine gewisse Medienkompetenz aufweist (und davon kann man bei Leuten, die es zu Google News finden, ja eigentlich ausgehen), dem ist schon klar, dass er hier Parteiverlautbarungen und keine journalistische Arbeit vor sich hat. Was ja bei roter Propaganda und schwarzer Propaganda oft nicht so deutlich zu erkennen ist.

Im Übrigen halte ich es auch für Quatsch, dass es sich bei einer speziellen Suchfunktion nach "News" um journalistische Aktivität handle; vielmehr ist es eben die Aufgabe einer Suchmaschine, nach bestimmten Kriterien relevante Informationen eines bestimmten Typs zu finden. Aber klar ist, mit welchen Gedanken sich Politik und MSM in dieser Frage beschäftigen:

Daher schlug er vor, dass sich Suchmaschinen auf ihre Kernkompetenz beschränken oder auf diese rechtlich beschränkt werden sollten.

Neue Gesetze, die die Platzhirsche beschützen. Willkommen in der Bundesrepublik Deutschland.

27. 07. 2008

Schrill

Abgelegt als: Medien, Ausland, Verschwörungstheorien - freiburgerthesen @ 13:46

Michael Moore ist meiner Ansicht nach ein kluger Kopf und ein guter Filmemacher. Obwohl ich auch weiß, dass einige der Tatsachen, die er in seinen Filmen präsentiert, gar keine solchen sind, sondern gut zurechtgedrehte Behauptungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate. Dennoch denke ich, dass man Moores Filme sehen und sich mit dem Dargestellten beschäftigen sollte.

Durch Gespräche mit Studenten habe ich aber nun festgestellt, dass Moore vielen politisch interessierten jungen Leuten nicht weit genug geht. Alex Jones, diesen Namen hatte ich zuvor noch nie gehört - doch nachdem ich mir jetzt im Internet einige der Filme dieses Mannes angesehen habe, bin ich schockiert über das, was ansonsten kluge und gebildete Menschen so alles zu glauben bereit sind.

Der Film "Endgame", als Dokumentation bezeichnet, ist ein besonders extremes Beispiel. Allen Ernstes wird dort behauptet, es gebe eine internationale Verschwörung der globalen Elite, die das Ziel hat, alle Staaten, Gemeinschaften, Familien und Individuen abzuschaffen und durch eine Art globalen Gefängnisstaat zu ersetzen. Das wird durch schrille Behauptungen "belegt", wie etwa folgende:

  • Der 1. Weltkrieg war ein Krieg, für den es eigentlich keinen Grund gab. Er entstand nur, weil ein Kartell der Banken, angeführt von der Familie Rothschild, an den Kampfhandlungen Geld verdienen und sie dafür nutzen wollte, den Völkerbund als ersten Schritt einer globalen Regierung zu etablieren.
  • Dieselbe Familie Rothschild hatte zuvor den Kampf gegen Napoleon genutzt, um die gesamte englische Wirtschaft aufzukaufen.
  • Der 2. Weltkrieg war eigentlich ein Konflikt zwischen zwei Fraktionen der Weltverschwörung, die sich darum stritten, ob man die Weltherrschaft durch langsame Reformen oder den Einsatz des Militärs erreichen sollte (Fabianische Sozialisten vs. Faschisten).
  • Die siegreiche Reformfraktion (deren Zentrum Alex Jones nun in der Bilderberg-Gruppe sieht) begann danach mit der Bildung dreier globaler Superstaaten in Europa, Asien und Nordamerika und etablierte die Vereinten Nationen, um durch diese die dritte Welt zu beherrschen.
  • Das amerikanische Highway-Netzwerk und der Katastrophenschutz dienen in Wirklichkeit dazu, die Kontrolle über die Bevölkerung zu übernehmen. Das gleiche gilt für das Biodiversity-Projekt der Vereinten Nationen.

Und so weiter, und so weiter. Manche Befürchtungen, die in Jones’ Filmen geäußert werden, haben sicherlich eine Basis in der Wirklichkeit, aber ein derartig verdichtetes paranoides Geschwätz ist schon beängstigend. Und noch beängstigender ist die Tatsache, dass dieses Geschwätz wohl bei den Leuten ankommt.

18. 07. 2008

Verpasst: Manöverkritik

Abgelegt als: Medien, Wirtschaft - freiburgerthesen @ 10:12

Leider habe ich die Sendung "Maybrit Illner" gestern nur so halbherzig verfolgen können, dass ich mir keine Manöverkritik anmaße. Daher nur ein Verweis auf den SPIEGEL.

14. 07. 2008

Manöverkritik III: Anne Will, 13. Juli 2008

Abgelegt als: Medien, Energie - freiburgerthesen @ 12:13

Eine Sendung, die zunächst von sehr hoher Qualität zu sein schien, degenerierte schlagartig und endete im völligen Chaos.

Moderatorin:

Anne Will: "Anne will - aber sie kann’s nicht" ist kein origineller Spruch mehr, sondern mehr ein geflügeltes Wort - richtig bleibt es aber dennoch. Nach zwanzig Minuten wollte ich sie noch loben, bis dahin kamen von ihr mehrere gelungene Fragen, sie hat ihre Gäste tatsächlich moderiert, anstatt ihnen nur hilflos zuzuhören. Doch dann glitt ihr einmal mehr das Gespräch aus den Händen. Und wenn eine Moderatorin von ihren Gästen unterbrochen und übertönt wird, kann man das nur völliges Versagen nennen. Auch der Regie. (5-)

Gäste:

Christian Wulff: Ruhig und sachlich, aber oft zu sehr an Schlagworten verhaftet. "Dargestellt" etwa passt als Verb nicht in jeden Satz; vielleicht noch zum Haushalt, sicherlich aber nicht zum Bau von Kraftwerken. Weiß sein telegenes Aussehen, sein Lächeln und seinen recht guten Ruf effizient zu nutzen. Für die eigene Klientel überragend, für Schwankende einigermaßen überzeugend. (2+)

Hubertus Heil: Wie immer sehr geeignet als Schlafmittel. Drückt sehr stark den Mangel an Entschlossenheit und Kampfgeist aus, der die SPD mittlerweile quält, ist andererseits aber von TV-Wirkung und Rhetorik her Christian Wulff deutlich unterlegen. Als "wandelnde Sprechblase" sagt er zu oft die gleichen, schon oft gehörten Dinge. (4+)

Jutta Ditfurth: Wirkte wie eine wild gewordene Furie, die jegliche Höflichkeit an der Tür abgegeben hat. Herbe Angriffe und Verschwörungstheorien kombinierten sich zu einem Auftritt, der nur für völlig Überzeugte oder die Klientel, die ohnehin solche Sendungen selten sieht (die "Die da oben"-Fraktion) Wirkung gezeigt haben dürfte. Für Unentschlossene, erst recht für jemanden, der anderer Meinung ist, hat sie alle Sympathien verspielt. (5)

Rolf Martin Schmitz: Vermied die "Unternehmer-Falle", indem er seine gesellschaftliche Funktion und Position nicht so deutlich nach außen kehrte, wie viele Manager das in Talkshows tun. Mit einem freundlichen Lächeln und gelegentlichen emotionalen Appellen gelang es ihm sicherlich, auch Unentschlossene anzusprechen. Ist aber im TV etwas zu blass. (2-)

Peter Escher: Als Journalist und Moderator war Escher in solch einem Format auf heimatlichem Terrain. Konnte sehr geschickt Sympathien erwerben, vermied kritische Positionierung - hatte dadurch inhaltlich wenig zu bieten, aber dennoch einen starken Auftritt, der ihm persönlich sicherlich Aufmerksamkeit und berufliche Vorteile verschaffen konnte. (1-)

Edit: Eine andere Meinung zur Sendung beim Querblog.

11. 07. 2008

Manöverkritik II: Maybrit Illner, 10. Juli 2008

Abgelegt als: Personen, Medien, Energie - freiburgerthesen @ 11:06

Die gestrige Sendung beschäftigte sich mit der Frage der Kernenergie und war sehr stark von der Präsentation von Fakten beherrscht, was sie sicherlich interessanter machte als die meisten Sendungen dieser Art.

Moderatorin:

Maybrit Illner: Wie immer machtlos, wenn Gäste jenseits aller Höflichkeit agieren, aber mit guten Fragen und einer sinnvollen Gesprächsführung. Auflockerung durch Spezialgast im Publikum misslang wie immer, weil Frau Illner wieder einmal nur einen bestimmten Satz herauskitzeln wollte und das Gespräch dadurch zerstörte. (3+)

Gäste:

Jürgen Trittin: Gewohnt rhetorisch stark und faktensicher, von geringerer sprachlicher Schärfe und mit weniger persönlichen Attacken als früher, dafür aber unhöflich und aufgesetzt dominant wie eh und je. Guter Motivator für die, die bereits seiner Meinung sind - relativ ungeeignet, um schwankende Geister zu überzeugen. (2-)

Erhard Eppler: Vernünftig und ausgleichend, dabei aber gelegentlich predigend. Zu höflich, um neben einem kämpferischen Trittin eine mäßigende Stimme des Kompromisses darstellen zu können. Versteht leider nicht wie andere erfahrene Politiker, die Würde seines Alters entsprechend zu nutzen. (3)

Michael Glos: Faktensicher und argumentativ stark, aber rhetorisch sehr schwach. Redet einschläfernd und vermittelt leider immer den Eindruck eines dümmlichen Bauern, was die Wirkung seiner zweifelsohne vorhandenen Intelligenz verpuffen lässt. Für seine Verhältnisse aber ein starker Auftritt. (3)

Ursula Sladek: Gut vorbereitet, aber gelegentlich unsachlich. Wenig telegen, unsaubere Aussprache und zu offensichtliches Triumphieren, wenn sie mal gepunktet hat. Aus ihren Informationen und ihren Argumentationen hätte man mehr machen können. (4)

Walter Hohlefelder: Ebenfalls inhaltlich stark, versteht aber nicht so gut wie die anderen, Emotionen zu nutzen. Für seine Klientel sicherlich sehr überzeugend, allerdings ist das Ambiente des Spitzenmanagers so stark, dass es "kleine Leute" eher abschreckt. Wusste keine Entgegnung auf den Vorwurf, dass die Konzerne sich bereicherten; hier hätte man wohl mit rhetorischen Tricks oder kleinen Attacken antworten müssen, die er aber nicht so gut beherrscht. (4+)

Scheinargument

Abgelegt als: Medien, Energie, Umwelt - freiburgerthesen @ 10:25

Die TAZ hat eine Liste mit Argumenten für Atomkraftgegner zusammengestellt (Dank an Chat Atkins), die die Oberhand behalten wollen, obwohl ihnen der Wind ins Gesicht bläst. Dort findet sich offensichtlich Vernünftiges (wie der Verweis auf die ungeklärte Endlagerung und die dubiosen Haftungsregeln) neben Origninellem und Bedenkenswertem (wie der Hinweis auf die Notwendigkeit eines Umdenkens bei der Grundlastfrage) und haarsträubenden Scheinargumenten. Letzteres findet sich vor allem da, wo die Nützlichkeit der Atomkraftwerke bei der CO2-Vermeidung bestritten wird. Zitat:

Die Stromerzeugung durch Atomkraft senkt den CO2-Ausstoß in Deutschland überhaupt nicht - vorausgesetzt, der Emissionshandel funktioniert. Denn Deutschland hat im Rahmen des Kioto-Protokolls ein bestimmtes Kontingent an CO2, das es in den kommenden Jahren ausstoßen darf. Unabhängig von den Atomkraftwerken. Und dieses Limit wird zwangsläufig eingehalten, sofern der Handel nicht unterlaufen wird.

Weil in Deutschland Diebstahl verboten ist, wird hier ja auch nicht geklaut. Deswegen brauchen wir auch keine Polizei, denn was nicht sein darf, das kann auch nicht sein. Das gleiche Argument könnte man gegen die Förderung erneuerbarer Energien in Stellung bringen: Diese brauchen wir selbstverständlich nicht zu fördern, denn auch ohne sie werden wir die Klimaziele erreichen. Immerhin steht das ja im Kyoto-Protokoll.

Auch, wenn alle anderen Argumente mehr gegen als für die Atomkraft sprechen: Der gleichzeitige Ausstieg aus der Kernenergie und der Kohleverstromung ist unmöglich, wenn wir gleichzeitig unseren Lebensstandard halten oder gar verbessern wollen. Und von einer Verschlechterung des Lebensstandards, von großen Opfern, sprechen die Grünen nicht. Sollten sie aber, denn das wäre ehrlich.

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