Widerspruch
Zettel zur Diskussion um die deutsche Staatsbürgerschaft:
Aber seltsam - nur die SPD, nur die mit ihr in dieser Frage verbündeten türkischen Verbände fordern eine Änderung. Die CDU hingegen scheint froh zu sein, den Kopromiß zu haben.
Wolfgang Bosbach zum gleichen Thema:
Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach sagte, auch seine Fraktion wolle die Optionsregelung abschaffen. Es gebe allerdings einen deutlichen Unterschied zur SPD. "Wir wollen zurück zum alten Staatsangehörigkeitsrecht von vor 1999, weil es eben keine doppelte Loyalitäten bei der Staatsangehörigkeit geben kann"
Die Bösen, das kennt man bei Zettel, sind immer die Linken, während die Konservativen meist edle Ritter voll Fairness und guter Gesinnung sind. Übrigens ging das Interview mit Bosbach gestern durch die Medien, während Zettels Beitrag heute erschien - bevor jemand fragt.
Die große Vernunft allerdings, die Zettel ebenfalls auszeichnet, findet sich im Absatz davor, wo er schreibt:
Aber eine Änderung kann doch nicht darin bestehen, daß sich jetzt die eine Seite durchsetzt, die damals mit ihren Vorstellungen nicht zum Zug gekommen war. Heute wie damals haben weder Rotgrün noch Schwarzgelb eine Mehrheit. Heute wie damals müssen sich die Union und die SPD auf einen Kompromiß einigen, wenn sie denn die jetzige Regelung ändern wollen.
Und das gilt ja für beide Seiten.


